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Diablada

Die Diablada gehört zu den beliebtesten „Maskentänzen“ des bolivianischen Altiplano und wird bei Karnevalsumzügen und religiösen Prozessionen von großen Tanzgilden vorgeführt, die mitunter mehrere hundert Mitglieder haben. Gern spricht man vom „Tanz der Teufel“ bei dem es um den Sieg des „Guten“ (dargestellt durch den Erzengel Michael) über das „Böse“ (Satanás, Lucifer, die Teufelsfrau China Supay und ein ganzes Heer von diablos) gehe. In allen Entstehungsmythen wird dabei Bezug auf Oruro, das Volk der Urus, den Kampf der göttlichen Ñusta Inti Wara gegen Huari, den Robin Hood-ähnlichen Banditen (Chiru-Chiru/Nina-Nina), und die Virgen del Socavón (besonders verehrte Hl. Jungfrau der Minen) genommen. Die Diablada ist ein Symbol für den Karneval von Oruro, der 2001 durch die UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde. Bei der Diablada kommt es zu einer starken Verquickung der andinen Weltanschauung, in diesem Fall repräsentiert durch den Kult um den bösen "Supay", um "Huari", den Gott der Berge, und dem Teufel der christlichen Liturgie.

Quelle und weiterführende Informationen:

» www.ethnologik.de/ethnologik/ethnologik-archiv/textarchiv/sommer-2008/die-diablada/ (31-08-2010)
» www.de.wikipedia.org/wiki/Bolivianische_Tänze (31-08-2010)