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Pungmul

Pungmul oder Nongak, ist eine koreanische traditionelle Volksmusik, die Trommeln, Tanzen und Singen beinhaltet. Pung-mul kann am besten mit "Bauernmusik" übersetzt werden. "Bauernmusik" deshalb, weil die Bauern im traditionellen Korea mit diesen Instrumenten Musik gemacht haben, um die gemeinsame Arbeit (beim Reisanbau) zu erleichtern und nach getaner Arbeit gemeinsam zu feiern. Das Musizieren der Bauern hatte aber neben der unmittelbaren Wirkung von Melodie und Rhythmus noch einen anderen Aspekt: Es sollte zum Beispiel auch dazu dienen, gute Ernten herbeizuführen, Krankheiten fern zu halten und allgemein das Wohlergehen des Dorfes zu fördern. Es hatte damit auch eine religiöse Zielsetzung und enthielt Elemente des Volksglaubens.

Die Vorführungen fanden traditionell draußen in Dorfgemeinschaften mit ca. 10 Spielern und mehr statt. Die benutzten Instrumentenarten sind Chang-go (Sanduhr Trommel), Kkwaeng-gwa-ri (kleiner Gong), Buk (Fasstrommel), Ching (Gong) und Sogo (kleine Handtrommel). Neben dem Erlernen der koreanischen Schlaginstrumente sollten den Teilnehmer/innen noch folgenden Inhalte vermittelt werden:
die historische Entwicklung der Instrumente der Einsatz der Instrumente in der Vergangenheit und in der Gegenwart und
die damit verbundene kulturspezifische Ausdrucksform und Religiosität.

Die Instrumente
Der Kkwaenggwari

ist ein kleiner Metallgong,der mit einem Schläger, dessen Kopf aus Hartholz ist, gespielt wird. Während die eine Hand auf die Vorderseite der Kkwaenggwari mit dem Schläger spielt, hält die andere Hand das Instrument und dämmt mit der Handfläche die Rückseite, um die Klangfarbe zu beeinflussen.
Aufgrund des hohen und hellen Klangs spielt der Kkwaenggwari in SamulNori die leitende Rolle.

Der Ching

ist ein großer Metallgong, der mit einem Holzschläger, dessen Kopf mit Stoff überzogen ist, gespielt wird. Dabei wird er an einem Strick mit der Hand gehalten oder hängt an einem Ständer.

Die Changgo

kann als zweifellige Sanduhrtrommel beschrieben werden. Das Zusammenspiel beider Seiten, die eine unterschiedliche Tonhöhe haben, ergibt einen unverwechselbaren Gesamtklang. Es ist in der koreanischen Musiktradition eines der wichtigsten Instrumente, das sowohl als Begleitinstrument als auch als Hauptinstrument bei zeremonieller und ritueller Musik eingesetzt wird.

Die Buk

ist eine Fasstrommel, die von beiden Seiten mit Fellen bespannt ist. Sie wird mit einem Holzschläger auf einer Seite gespielt.

Die Sogo

heißt wörtlich „kleine Trommel“ und das ist ein passender Name: Wie eine Mini-Version der mächtigen Buk-Trommel mutet sie an, ist sie doch nur 20cm im Durchmesser. Gespielt wird sie in der Hand, mithilfe eines Holzgriffs an der unteren Seite. Die Sogo ist der Hauptbegriff, aber es gibt regionale Versionen, die dann auch anders heißen können. Hauptsächlich wird sie bei der Bauernmusik verwendet und auch hier nicht unbedingt als wichtiges Instrument, sondern beim Tanz, um seinen Gefühlen noch mehr freien Lauf zu lassen. Es gibt auch einen vielaufgeführten Volkstanz, der die Trommeln verwendet und schlicht Sogotchum, also „Tanz mit kleiner Trommel“ heißt.

Nach der koreanischen Philosophie des Um und Yang bzw. Yin und Yang (chinesisch) repräsentieren die vier Instrumente im SamulNori verschiedene Naturelemente: Kkwaenggwari (kleiner Gong) den Blitz bzw. Donner, Ching (großer Gong) den Wind, Changgo (Sanduhrtrommel) den Regen und Buk (Fasstrommel) die Wolken.
Der Kkwaenggwari steht außerdem für den Himmel bzw. beim Menschen den Kopf (yang) und die Buk für die Erde bzw. beim Menschen das Herz (um).
Die Changgo, verbindet beide Seiten um und yang, Himmel und Erde, den Kopf und das Herz.
Der Ching hält all die Elemente in Harmonie, so wie er mit seinem langanhaltenden weichen Klang die verschiedenen Klangfarben der Instrumente vereinigt.